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Foto der Woche


22.09.2020: Siegfried Steffensen wird 80 - Er war der Pfiffigste

 

Heide/Lohe, Otto Rumpf

 

Am 22. September 1940 wurde Siegfried Steffensen bei Neustettin in Pommern geboren und kam 1945 nach Heide.

Natürlich hat er – der in diesem Monat 80 wird – als Jugendlicher gern Fußball gespielt, und zwar seit 1953 im Heider SV! Aber weil er seiner Zeit fast immer voraus war (ein frühreifer „Vadder Vernünftig“) war er mit 16 schon ein fertiger Fußballschiedsrichter.

Sein erstes Herrenspiel lautete „Nordhastedt gegen Barlt“. Bei Barlt spielte ein 51-Jähriger mit. Der war dreimal so alt wie der Jung-Siegfried-Schiri! Die Ligisten merkten aber schnell: „Der Junge weiß genau, wo der Hase läuft… und der Ball!“ Er zeigte ihnen den „Pfad der Fairness“.

Er war als Schiri so gut und so „gefragt“, dass er bald keine Zeit mehr hatte selber zu spielen. Von 1964 bis 1968 (mit 24 bis 28 Jahren) leitete er sogar Regionalliga-Spiele (mit Holstein Kiel, VfB Lübeck, VfR Osnabrück usw.). Übrigens war der Heider SV 1968 auch in der Regionalliga (mit Trainer Hansi Pacholke) und auch 1970 (mit Werner Banasch).

1969 wurde Siegfried Steffensen mit nur 29 Jahren Fußballobmann der HSV-Liga, als Nachfolger von Hermann Wieben. Und 1974 wurde er 1. Vorsitzender, als Nachfolger von Rechtsanwalt Gerd Vehrs. Es gab viel Arbeit, weil der Verein hochverschuldet war. Die Stadt Heide (mit Dr. Enno Wilkens) half dabei.

 

Der Heider SV gedieh! Man besorgte gute neue Spieler. 1978 kam sogar „der große HSV“ aus Hamburg mit dem berühmten Kevin Keegan und Horst Hrubesch als Stürmer zu einem Freundschaftsspiel nach Heide, nachdem Steffensen oft und hartnäckig mit Uwe Seeler und Manager Günther Netzer verhandelt hatte.

 

In der Zeit (schon ab 1969) war Siegried Steffensen Studienrat und dann Oberstudienrat am Heider Heisenberg-Gymnasium. Als er Ende 1982 aufgrund seiner herausragenden pädagogischen Qualitäten zum Oberstudiendirektor des Sophie-Scholl-Gymnasiums in Itzehoe gewählt wurde, ging die „Ära Steffensen“ beim Heider SV nach fast 9 Jahren zu Ende… aber nicht ganz und auch nicht wirklich.

Denn der ausgezeichnete Erzieher und Sportidealist blieb – was er seit 1979 war – nämlich Verbandsgerichts-Vorsitzender des Norddeutschen Fußballverbandes (NFV) in Hamburg und zudem Mitglied des Bundesschiedsgerichts des Deutschen Fußballbundes (DFB) in Frankfurt.

Was Siegfried Steffensen auf seine zurückhaltende und idealistische Art für den Sport geleistet, ist – genauso wie seine pädagogische Karriere – wohl ziemlich „unglaublich, aber wahr“!

Der Heider SV ist dem disziplin- und konditionsstarken ehemaligen Vorsitzenden für jedes Jahr dankbar, das er für den regionalen und deutschen Fußball tätig war: 36 Jahre beim NFV in Hamburg und 24 Jahre beim DFB in Frankfurt.

Natürlich wurde er dafür geehrt!

Er wurde Ehrenmitglied des Heider SV, dem er jetzt 67 Jahre angehört. Er erhielt die goldene Ehrennadel des schleswig-holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) und des DFB.

Der Heider SV dankt Siegfried Steffensen für die vielen Jahre, die er für den Dithmarscher, den schleswig-holsteinischen und den deutschen Fußball hochrangig und engagiert geleistet hat und gratuliert zum 80. Geburtstag!

 

Die schnelle A23

23 Jahre (bis Januar 2006) war Siegfried Steffensen Chef des Sophie-Scholl-Gymnasiums in Itzehoe. Er wohnte mit seiner Familie (zwei Töchter) in Lohe, – und da wohnt er mit Ehefrau Christel, die Lehrerin an der Heider St. Georg-Schule war, noch heute.

Zur Fahrerei zwischen Lohe und Itzehoe sagt er: „Ich hatte das Glück, dass Ende 1990 die Autobahn Hamburg-Itzehoe-Heide fertig wurde. In 3 Minuten war ich mit dem Auto auf der A23 und in 25 Minuten in Itzehoe.“

 

 

Jeden Sonntag wird das Foto der Woche veröffentlicht. Bitte sendet Vorschläge (gerne auch historische Fotos) dafür an die Redaktion. Bitte zum Foto auch einen Text liefern. Die Copyrights für das Foto bitte vom Fotografen einholen und uns ebenfalls vorlegen.